Uwe Tellkamp – Der Turm

Ich liebe dieses subversive ostdeutsche Bildungsbürgertum …
Ok ich erwähnte meine literarischen Frustkäufe am Dienstag in Magdeburg nach der sehr belastenden Kiefern-OP … Ihr erinnert Euch: die Zahnarzthelferin mit den wundervollen warmen Händen, ja genau! … Ok Leute, Ihr wisst ja dass ich mich inzwischen als Ost-Deutscher sehe … Jedenfalls hab ich mir jetzt dieses phantastische Buch zum ostdeutsch sein als Hörbuch gekauft und höre es jetzt jeden Tag auf dem Weg zwischen Werder und Groß Kreutz in meinem kleinen schwarzen Smart 🙂

KLAPPENTEXT via perlentaucher.de
Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der „süßen Krankheit Gestern“ der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze – oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen eines Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der „roten Aristokratie“ im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk „Ostrom“, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird.

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