„What a Racist!“ – Kleine Story zum siebzigsten Geburtstag von Muhamad Ali


Alles fing ganz harmlos an:
Ein seit Jahrzehnten popkulturell gefeierter DJ bot uns Jüngern per Facebook obiges weltberühmtes Muhamad-Ali-Video zur Kontemplation an. Herr Ali erklärt darin, dass er nicht bereit sei, für sein Land in den Vietnamkrieg zu ziehen, da ihm sein Gewissen verbiete, auf Schwarze und Menschen mit dunkler Hautfarbe zu schießen; wenig später schreit er dann auch rum, dass die Weissen eigentlich seine Feinde wären und nicht der Vietcong.
Jedenfalls kommentierte ich dieses Video ohne viel nachzudenken mit: „what a racist!“
Aufgrund meiner Blasphemie gegen einen Heiligen der emanzipatorischen Polit-Religion brach dann jedoch plötzlich eine Lawine der moralischen Entrüstung los, mit der ich in dieser Heftigkeit wirklich nicht gerechnet hätte.

OK ich geb´s zu – Blasphemie gegen Heilige und Ikonen der atheistischen Religionen hat natürlich für mich auch irgendwo etwas Reizvolles … um die Wogen zu glätten wollte ich dann aber doch wenigstens meine rationale Argumentation darlegen:

1. Muhammad Ali war Mitglied bei der rassistischen Organisation „Nation of Islam“, für die Menschen mit weißer Hautfarbe Teufel sind
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Nation_of_Islam#Wei.C3.9Fe_als_Teufel
2. Er negierte seine Tötungsbereitschaft in dem präsentierten youtube-Video explizit für Menschen mit schwarzer und dunkler Hautfarbe. Menschen weisser Hautfarbe hat er weiter hinten im Video als seine Feinde bezeichnet.
-> von mir wurde also ein Mitglied einer rassistischen Organisation, der rassistische Inhalte von sich gibt als Rassist bezeichnet … so what?

Aber da hatte ich nicht mit dem religiösen Fantatismus der progressiven deutschen Kräfte gerechnet. Insbesondere eine Art Jeanne d’Arc der linken Inquisition – nennen wir sie Heide D. interessiert sich auffallend wenig bis überhaupt nicht für die Fakten, sondern widmete sich ausschließlich ihrer eigentlichen Zuständigkeit: Die Bestrafung ungläubiger Gotteslästerer.

„Sie sind ein Arschloch!“
„Sie sind ein Arschgesicht!“

… das sass natürlich … auch wenn diese ein wenig hysterisch zusammengehackten Kommentare von dem mir anscheinend milde gesinnten seit jahrzehnten popkulturell gefeierten und mittlerweile weltberühmten DJ erfreulicherweise sehr bald wieder aus dem Thread entfernt wurden.

Allerdings wusste die Welt noch nicht, dass ich von nun an in den unbestechlichen Argus-Augen der Apologetin linker Heiligtümer ein übler gefährlicher NAZI war … woraufhin dann plötzlich der größte Teil meiner öffentlichen Facebook-Kommentare durch o.g.  Dame gewissenhaft mit krudesten antifa-„diesisteinnazi“-Kommentaren gekennzeichnet werden musste …

OK man kann sich auf Facebook glücklicherweise solcher Belästigungen erwehren, aber … was soll ich sagen  … nun ja … musste ich halt mal loswerden meine Erlebnisse mit den linken religiösen Eiferern am 70. Geburtstag von Cassius Clay aka Muhammad Ali

yours sincerely
popconservative

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